Der Gespenster - Plattschwanzgecko

Deutscher Name: Gespenster - Plattschwanzgecko

Wissenschaftlicher Name: Uroplatus phantasticus

Schutzstatus: WA II

Herkunft: Nord - Ost - Madagaskar, Zentral Madagaskar

Lebensraum: Tropische Regenwälder und Übergangswälder

Lebensweise: Die Tere sind Busch und Strauchbewohnend und in einer Höhe von ca. 100 cm anzutreffen.

Aktivitätszeit: Dämmerungs- und Nachtaktiv

Größe: ca. 11cm


Terrariengröße: Für eine Gruppe von 1.2 sollte eine Größe von 40 x 40 x 60 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Als Bodengrund wählt man am besten ein ca. 3 cm hohes Gemisch aus Torf und Sand, da dieses die Feuchtigkeit gut hält. Auf den Bodengrund verteilt man großzügig Laub, allerdings trägt hier auch eine Schicht Moos sehr zum natürlichen Lebensraum der Tiere bei.
Weibchen legen ihre Eier unter der Laubschicht ab oder vergaben diese unter der Erde. Versteckmöglichkeiten in Form von hohlen Ästen (Korkröhren) sollten auf keinen Fall fehlen. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten wie z.B. Korkenzieheräste und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man auf die üblichen Ficus-Arten zurückgreifen.

Temperatur:
Ich halte meine Tiere im Sommer tagsüber bei ca. 26 Grad ( auch vereinzelt Spitzentemperaturen von 28 Grad im Hochsommer) und gewähre Ihnen eine Nachtabsenkung von ca. 19 Grad bei einer Beleuchtungsdauer von 12-14 Stunden. Ab Oktober fahre ich die Temperaturen und die Beleuchtungsdauer innerhalb von 3 Wochen auf 6-8 Stunden runter. Von diesem Zeitpunkt an, herrschen Tagestemperaturen von ca. 22- 23 Grad und eine Nachtabsenkung von ca. 17 Grad. Ab Anfang Februar beginne ich die Temperaturen und die Beleuchtungsdauer in einem wiederholten Zeitraum von 3 Wochen hoch zufahren.

In vielen Haltungsberichten steht das eine sehr geringe Nachtabsenkung von ca. 15 Grad sehr Paarung stimulierend sei und als bedeutender ausschlaggebender Punkt zur erfolgreichen Zucht beiträgt, was ich keineswegs abstreiten möchte. Allerdings konnte ich feststellen das unter meinen o.g. Temperaturangaben ebenfalls eine erfolgreiche Zucht möglich ist. Somit hatte ich ein Pärchen das dieses Jahr stolze 10 Gelege produziert hatte darunter sogar eins mit vier intakten Eiern.

Da die Tiere nachaktiv sind und sich tagsüber in Bereichen aufhalten der nur sehr gering ausgeleuchtet wird, haben die Tiere kaum UV-B Bedarf. Ich selbst nutze als Beleuchtung einen Exo-Terra Leuchtbalken mit einer 26Watt 5.0 ReptiGlo und einer 13Watt 2.0 ReptiGlo für die Lichtchemie.

Ernährung: Heimchen, Grillen und kleine Heuschrecken sollten das Basisfutter der Tiere darstellen. Auch Seidenraupen und Wachsmaden werden vereinzelt angenommen. Die Tiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, ich selbst nutze dazu CalcaMineral und Korvimin ZVT. Eine Calziumquelle sollte ständig angeboten werden, am einfachsten kann man dies mit einer zusätzlichen Schale im Terrarium realisieren, die man mit zerstoßener Sepiaschale füllt.

Fortpflanzung:
Die Weibchen von Uroplatus phantasticus können im Regelfall 6-7 Gelege pro Saison produzieren. Die Eier haben einen Druchmesser von ca. 6-8 mm und werden vom Muttertier in feuchter Erde vergraben oder unter Laub abgelegt. Ich zeitige meine Gelege bei ca. 24-25 Grad, klassisch in Vermiculit mit einem Flaschendeckel ,wie bereits aus der Uroplaten Zucht bekannt. Nach diesen Gegebenheiten schlüpfen die Jungtiere nach ca. 75-90 Tagen.

Besonderheiten: Die Tiere schlafen tagsüber meist eingerollt oder hängend an Ästen und Sträuchern und versteinern somit regelrecht. Desweiteren kann man beobachten das die Tiere im Schlaf vereinzelte Gliedmaßen ausstrecken oder sich mit Ihrem Schwanz komplett abdecken.