Teratoscincus roborowski

Deutscher Name: Wundergecko oder Mongolengecko 

Wissenschaftlicher Name: Teratoscincus roborowski

Familie: Geckos (Gekkonidae)

Unterfamilie: Gekkoninae

Unterarten: 3

Schutzstatus: Keiner 

Herkunft: China

Lebensraum: Steppen-, Sand- und Steinwüsten

Lebensweise: Bodenbewohnend

Aktivitätdzeit: Dämmerungs- und Nachtaktiv

Größe: 15 - 18 cm, wobei 6 - 8 cm auf den Schwanz fallen. Weibchen bleiben kleiner.

Terrariengröße:  Für eine Gruppe von 1.2 sollte eine Größe von 80 x 50 x 40 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Wundergeckos sind sehr soziale Tiere, weshalb man sie am besten in einer Gruppe von mindesten drei Tieren hält. Es sollte sich dabei nie mehr als ein Männchen in der Gruppe befinden, da sie untereinander sehr unverträglich sind. Als Bodengrund wählt man am besten ein ca. 10 cm hohes, grabfähiges Sand-, Lehmgemisch. Versteckmöglichkeiten, in Form von Rindenstücken, hohlen Ästen, Steinaufbauten oder künstlichen Höhlen, sollten auf keinen Fall fehlen. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man entweder auf etwas künstliches oder auf trockenheitsliebende echte Pflanzen zurückgreifen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40 - 50% liegen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 28 und 30 °C liegen, wobei es punktuell auch 35 °C betragen kann. Da die Tiere nachaktiv sind und somit kaum UV-B Bedarf haben, könnte man auf eine Bestrahlung verzichten. Ich selbst nutze allerdings Wärmelampen die eine UV-B Abstrahlung haben. Eine Beleuchtungsdauer von 14 Stunden im Sommer, 10 - 12 Stunden im Frühling und Herbst und 6 - 8 Stunden im Winter haben sich bei mir bewährt. Eine Winterruhe von zwei Monaten wirkt stimulierend auf die Fortpflanzung der Tiere und simuliert den natürlichen Jahreszeitenrhytmus. Es sollten allerdings nur gesunde und gut genährte Tiere in die Winterruhe geschickt werden, da man in dieser Zeit fast vollständig auf die Fütterung verzichtet! Frisches Wasser darf in dieser Zeit aber keinesfalls fehlen!

Ernährung: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben. Als Leckerbissen können Mehlwürmer, Zophobas gegeben werden. Die Tiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, als sehr gut erwies sich dazu Korvimin - ZVT. Eine Calziumquelle sollte ständig angeboten werden, da gerade weibliche Tiere, in der Trächtigkeit, einen sehr hohen Calziumbedarf haben. Am einfachsten kann man dies mit einer zusätzlichen Schale im Terrarium realisieren, die man mit zerstoßener Sepiaschale füllt. Desweiteren kann man ab und zu Frubiase - Calzium geben. Dabei ist aber allerhöchste Vorsicht geboten, denn dieses flüssige Calzium kann man schnell ÜBERDOSIEREN was im schlimmsten Fall zum raschen Tod führt! Eine Dosierung von einem Tropfen auf 10 g Tier und einer Gabe von zwei bis dreimal die Woche reicht dabei völlig aus.

Fortpflanzung: Man sollte den Weibchen zur Eiablage eine Wetbox ins Terrarium stellen. Diese besteht aus einem Behälter, der die Größe einer 1 Liter Eispackung hat. Er sollte möglichst dunkel sein, um dem Weibchen das Gefühl zu geben das sie sich in einer Höhle befindet. Als Substrat empfiehlt sich entweder eine Mischung aus Sand und Humus, Sphagnummoos oder Vermiculit, welches immer etwas feucht gehalten werden sollte. Durschnittlich 30 Tage nach der Paarung legt das Weibchen zwei weichschalige Eier. Diese sollten nach ca. einer Stunde dem Terrarium entnommen und einem Inkubator zugeführt werden. Bei einer Temperatur von 26 - 31 °C schlüpfen die Jungen nach 40 - 60 Tagen. Bei Temperaturen von 26 - 27 °C und 31 - 32 °C schlüpfen hauptsächlich weibliche Tiere und bei 28 - 30 °C hauptsächlich männliche. Die Aufzucht der Jungen gestaltet sich sehr einfach. Man sollte sie in den ersten zwei Monaten einzeln und auf Zewa - Papier halten. Die Temperatur sollte dabei etwas niedriger sein als bei den Alttieren. Wichtig ist, gerade bei den Jungtieren, das Calzium! Füttern tut man die Kleinen, nach ca. 4 - 5 Tagen, mit kleinen oder mittleren Heimchen.

Besonderes: Wird wegen seiner Augen auch Frog eye Gecko genannt.