Die Bartagame

Deutscher Name: Bartagame

Wissenschaftlicher Name: Pogona vitticeps

Familie: Agamidea

Unterfamilie: Pogona

Unterarten: Acht

Schutzstatus: Keiner

Herkunft: Binnenland des Ostens bis zur östlichen Hälfte Südaustraliens und im südöstlichen Teil des Nordterri-toriums

Lebensraum: Steppen-, Sand- und Steinwüsten

Lebensweise: Bodenbewohnend

Aktivitätdzeit: Tagaktiv

Größe: 55-60cm wobei ca. 25-30cm der Schwanz ausmacht

Terrariengröße:  Für ein Adultes Tier sollte eine Größe von 180x80x80 nicht unterschritten werden

Haltung: Bartagamen sind nicht sehr soziale Tiere, weshalb man sie am besten alleine hält. Allerdings halten viele Leute diese Tiere als Paar oder als Trio (nie mehr als ein Männchen) und es geht gut, ich persönlich halte ein Pärchen und habe keinerlei Schwierigkeiten. Als Bodengrund wählt man am besten ein ca. 15-20 cm hohes, grabfähiges Sand-, Lehmgemisch. Versteckmöglichkeiten, in Form von Rindenstücken, hohlen Ästen, Steinaufbauten oder künstlichen Höhlen, sollten auf keinen Fall fehlen. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man entweder auf etwas künstliches oder auf trockenheitsliebende echte Pflanzen zurückgreifen wobei darauf zu achten ist das man keine giftigen pflanzen eisetzt. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50 - 70% liegen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 28 und 30 °C liegen, wobei es punktuell auch 50 °C betragen kann. Da die Tiere Tagaktiv sind und somit einen hohen UV-B Bedarf haben, sollte man auf eine Bestrahlung unter keinen Umständen verzichten. Ich selbst nutze die Osram Ultra Vitalux die eine halbe std. pro Tag angestellt wird um den UVB bedarf der Tiere zu decken, desweiteren sind die Tiere mit sehr viel helligkeit zu pflegen und um dies zu gewährleisten sollte man HQI Strahler oder T5 Röhren verwenden.  Eine Beleuchtungsdauer von 14 Stunden im Sommer, 10 - 12 Stunden im Frühling und Herbst und 6 - 8 Stunden im Winter haben sich bei mir bewährt. Eine Winterruhe von zwei Monaten wirkt stimulierend auf die Fortpflanzung der Tiere und simuliert den natürlichen Jahreszeitenrhytmus. Es sollten allerdings nur gesunde und gut genährte Tiere in die Winterruhe geschickt werden, da man in dieser Zeit fast vollständig auf die Fütterung verzichtet! Frisches Wasser darf in dieser Zeit aber keinesfalls fehlen!

Ernährung: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben. Als Leckerbissen können Mehlwürmer, Zophobas oder  nestjunge Säugerbabys gegeben werden. Die Tiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, als sehr gut erwies sich dazu Korvimin - ZVT. Eine Calziumquelle sollte ständig angeboten werden, da gerade weibliche Tiere, in der Trächtigkeit, einen sehr hohen Calziumbedarf haben. Am einfachsten kann man dies mit einer zusätzlichen Schale im Terrarium realisieren, die man mit zerstoßener Sepiaschale füllt. Desweiteren kann man ab und zu Frubiase - Calzium geben. Dabei ist aber allerhöchste Vorsicht geboten, denn dieses flüssige Calzium kann man schnell ÜBERDOSIEREN was im schlimmsten Fall zum raschen Tod führt! Eine Dosierung von einem Tropfen auf 10 g Tier und einer Gabe von zwei bis dreimal die Woche reicht dabei völlig aus.

Fortpflanzung: Man sollte dem Weibchen zur Eiablage eine hohe Substratschicht bieten die aus einer Sand-Humus Mischung besteht da sich diese besonders gut zum graben eignet.  Durschnittlich 30 Tage nach der Paarung legt das Weibchen 15-25 Eier. Diese sollten nach ca. einer Stunde dem Terrarium entnommen und einem Inkubator zugeführt werden. Bei einer Temperatur von 28 - 30 °C schlüpfen die Jungen nach 60 - 90 Tagen.  Die Aufzucht der Jungen gestaltet sich sehr einfach. Man sollte sie in trios halten (in 60cm Terrarien). Die Beleuchtung und Wärme sollte wie die der Elterntiere sein, dass gleiche gilt auch für das verabreichen von Vitaminpreperaten.

Besonderes: Mittlerweile sind sehr viele verschiedene Farbvarianten gezüchtet worden, was die Haltung dieser Tiere noch interessanter macht.