Die Zwergbartagame

Pogona henrylawsoni
Pogona henrylawsoni

Deutscher Name: Zwergbartagame

Wissenschaftlicher NamePogona henrylawsoni ( Lawsons Bartagam )

Familie: Australische Bartagame

Unterfamilie: Echsen (Lacertilia).

Schutzstatus: Keiner 

Herkunft: West- Südaustralien ( nordwestlichen Queensland )

Lebensraum: Halbwüste ( Schwarzerdeböden )

Lebensweise: Bodenbewohnend

Aktivitätszeit: Tagaktiv

Größe: ges.Länge.: ca.30cm ,Kopf-Rumpf-Länge.: ca 13cm

Terrariengröße: Für eine Haltung von 1.1 sollten 120 x 60x 60 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Zwergbartagamen sollten auf einem Sand-Lehmgemisch gehalten werden, das 13 bis 15 cm hoch aufgeschichtet wird. Steine, Podeste, Versteckmöglichkeiten, Bademöglichkeiten sowie Klettergelegenheiten sollten in keinem Terrarium fehlen. Zwergbartagamen benötigen eine Temperatur von 25 bis 32 Grad tagsüber und nicht weniger als 15 Grad Nachts. Sie benötigen zur richtigen Verdauung Sonnenplätze mit punktueller Teperatur bis zu 50 Grad. Zusätzlich ist viel künstliches Licht, welches UV-UVB enthält (künstliches Sonnenlicht) erforderlich. Dies sollte der Größe des Terrariums immer angepasst werden. Zur optimalen Beleuchtung sollte man zwei T5-Röhren verwenden.

Ernährung: Zwergbartagamen sind Allesfresser (omnivor). Sie fressen Insekten (Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Wachsmaden, Schwazkäferlarven, Mehlwürmer, Zophobas) und Pflanzen sowie Obst und Gemüse (Äpfel ohne Gehäuse und Kerne, geschälte Bananen, Basilikum, Bohnenblätter, Brombeeren, Blaubeeren, Broccolie, Erbsen, Erdbeeren, nicht gedüngtes Gras ohne Morgentau, Gurke, Karotte, Kirschen, Kürbis, Klee, Löwenzahnblüten, Mais, Papaya, Paprika, Pertersilie, Pfirsich, Radiccio, Rote Beete, Sonnenblumenkerne, frischen Spinat, Tomate, Weintrauben, Zucchini). !!!Giftige Pflanzen: Alpenveilchen, Apfelsamen, Auberginenblätter, Avocado, Blauregenglyzine, Buchsbaum, Butterblume, Dieffenbachia, Edelwicke, Efeu, Eibe, Eiche, Fingerhut, fleßiges Lieschen, gemeiner Linguster, gewöhnlicher Stechapfel, Jasmin, Kartoffeln, Kirschkerne und -samen, Krokus, Liguster, Löwenmäulchen, Maiglöckchen, Mistel, Oleander, Osterglocke, Pfirsichsamen, Philodendron, Pilze, Rohdendron, Rittersporn, Rosskastanie, Salbei, Schwertlilie, Seidenpflanzen, Steckpalme, Tomatenblätter, Tulpe, Zylinderputzer!!! Zwergbartagamen, die in gefangenschaft leben brauchen Mineralstoffe und Vitaminpräperate extra zugeführt. Diese Präperate enthalten Vitamin-B, Kalzium, sowie die Vitamine A, C, D, E und K.

Fortpflanzung: Zwergbartagamen können zwischen 15 und 20 Eier legen. Die Tragezeit des Weibchens beträgt bis zu 30 Tage. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 50 Tage.

Wenn man Zwergbartagamen züchten möchte, braucht man viel Gedult. Das Weibchen braucht wärend der Tragezeit eine erhöhte Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, sowie Kalzium. Die genaue Menge sollte man sich von einem Tierarzt vorgeben lassen. Außerdem benötigt es mehr Wärme an leicht zugänglichen Stellen. Es ist nicht unnormal, wenn das Tier in dieser Zeit wenig frisst. Allerdings sollte man ihr trotzdem täglich Futter anbieten (zum Beispiel das Lieblingsfutter). Ausreichend Wasser sollte immer vorhanden und frisch sein. Das Weibchen sollte in der Tragezeit sehr vorsichtig behandelt werden und keinem unnötigen Stress ausgesetzt sein. Man kann das Männchen in dieser Zeit auch aus dem Terrarium nehmen, um den Stressfaktor so gering wie möglich zu halten. Die Sandhöhe im Terrarium sollte mindestens 20 cm betragen, außerdem sollte die Niststelle im Terrarium ständig befeuchtet sein, damit der Bau nicht zusammenfällt. Nachdem das Weibchen die Eier gelegt hat und damit beginnt, sie zu verbuddeln, sollte man die Eier vorsichtig in einen Inkubator überführen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Eier in ihrer Lage möglichst nicht mehr verändert werden, da sonst die Gefahr besteht, durch den Dottersack erdrückt zu werden.

Der Inkubator wird schon einige Zeit vor der Eiablage eingeschaltet, um die nötige Temperatur zu erreichen. Kunststoffdosen füllt man mit Vermiculiten aus dem Zoohandel und legt die Eier bis zur Hälfte in das ständig feucht zu haltende Substrat. Das Wasser zum nachfeuchten darf nicht direkt mit den Eiern in berührung kommen, da sonst die Gefahr besteht, dass die empfindlichen Eier anfangen zu schimmeln und der Embryo absterben kann. Wichtig ist die tägliche Überprüfung des Geleges. Die Bruttemperatur sollte zwischen 27 und 29°C betragen.

Für die frisch geschlüpften Zwergbartagamen wird ein Behälter mit angefeuchtetem Zeitungspapier als Bodengrund vorbereitet, da die Druckerschwärze desinfizierend wirkt. Dort werden diese dann gehalten, bis sich die Bauchdecke vollständig geschlossen hat. Danach können die Tiere in einem Terrarium, getrennt von den adulten Tieren (diese sehen ihren Nachwuchs als Futtrer an), aber mit den gleichen Temperaturbedingungen gehalten und aufgezogen werden.