Der Großkopfgecko

Paroedura picta xanthic
Paroedura picta xanthic

Deutscher Name: Madagaskar Großkopfgecko

Wissenschaftlicher Name: Paroedura picta

Familie: Geckos (Gekkonidae)

Unterfamilie: eigentliche Geckos (Gekkoninae)

Schutzstatus: Keiner

Herkunft: Madagaskar

Lebensraum: Savanne, Trockenwald, jedoch hauptsächlich Dornbuschsavannen

Lebensweise: Bodenbewohnend

Aktivitätszeit: Dämmerungs- und nachtaktiv

Alter: ca. 10 Jahre, im Durchschnitt aber eher 5-8 Jahre

Größe: 12 - 18 cm, wobei ca 5-7 cm auf den Schwanz fallen. Weibchen bleiben deutlich kleiner als die Männchen.

Terrariengröße: Für eine Gruppe von 1.2 sollten 60 x 40 x 40 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Großkopfgeckos lassen sich am Besten in einer Gruppe von mindesten drei Tieren halten. Wobei hier ein Männchen auf mehere Weibchen kommt .Es sollten sich nie mehr als ein Männchen in einer Gruppe befinden, da sie untereinander sehr unverträglich sind. Als Bodengrund wählt man am besten eine 5 - 8 cm hohe Schicht aus einem Sand-, Lehmgemisch. Zudem benötigen Sie einen leicht feuchten Bereich, für den sich am Besten eine Wetbox eignet .Versteckmöglichkeiten sollten in Form von Wurzeln, Korkröhren und Stücken, Steinen oder künstlichen Höhlen angeboten werden. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man entweder auf etwas künstliches oder auf echte Pflanzen zurückgreifen. Die Bepflanzung spielt hier aber eine eher nebensächliche Rolle, da die Tiere in Dornbuschsavannen leben, bedarf es hier eher an trockenen Pflanzen, Ästen und anderen Klettermöglichkeiten. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40 - 60% liegen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 24 und 30 °C liegen, wobei es punktuell auch 35 °C betragen kann. Da die Tiere nachaktiv sind und somit kaum UV-B Bedarf haben, könnte man auf eine Bestrahlung verzichten. Ich selbst nutze allerdings Wärmelampen die eine UV-B Abstrahlung haben. Eine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden täglich haben sich bei mir bewährt. Eine Winterruhe ist bei diesen kleinen Gesellen nicht notwendig. 

Ernährung: Heimchen, Grillen, kleine oder mittlere Heuschrecken. Als Leckerbissen können Mehlwürmer, Wachsraupen oder auch frisch gehäuetete Schaben verfüttert werden. Die Futtertiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, als sehr gut erwiesen sich dazu Korvimin - ZVT und Herpetal complete T. Eine Calziumquelle sollte ständig angeboten werden, da gerade weibliche Tiere, in der Trächtigkeit, einen sehr hohen Calziumbedarf haben. Am einfachsten kann man dies mit einer zusätzlichen Schale im Terrarium realisieren, die man mit zerstoßener Sepiaschale füllt. Desweiteren kann man ab und zu Frubiase - Calzium geben. Dabei ist aber allerhöchste Vorsicht geboten, denn dieses flüssige Calzium kann man schnell ÜBERDOSIEREN was im schlimmsten Fall zum raschen Tod führt!

Fortpflanzung: Man sollte den Weibchen zur Eiablage eine Wetbox ins Terrarium stellen. Diese besteht aus einem Behälter, der die Größe einer 1 Liter Eispackung hat. Er sollte bemalt werden, um sich in die Einrichtung des Terrariums einzufügen. An einer Seite oder oben sollte sich ein Loch befinden, was die Größe eines Tischtennisballs hat. Es sollte möglichst dunkel sein, um dem Weibchen das Gefühl zu geben das sie sich in einer Höhle befindet. Als Substrat empfiehlt sich entweder eine Mischung aus Sand und Humus, Sphagnummoos oder Vermiculit, welches immer etwas feucht gehalten werden sollte. Durschnittlich 30 Tage nach der Paarung legt das Weibchen ein-zwei hartschalige Eier. Diese sollten freigelegt werden und erst dem Terrarium entnommen, wenn sie ein wenig durchgehärtet sind, um zu vermeiden das die sehr empfindlichen Eier bei der der Entnahme zerbrechen. Anschließend überführt man sie in einen Inkubator oder zeitigt sie trocken in einer Heimchendose auf Sand. Bei einer Temperatur von 26 - 31 °C schlüpfen die Jungen nach 45 - 80 Tagen. Die Aufzucht der Jungen gestaltet sich sehr einfach. Man sollte sie in den ersten Tagen einzeln und auf Zewa - Papier halten. Wenn die Bauchdecke komplett geschlossen und verheilt ist, kann man in die Heimchendosen Sand als Bodengrund geben .In der Regel fressen die Kleinen, nach ca. 4 - 5 Tagen, kleine Grillen oder micro Heimchen.

Besonderes: Aufgrund des hohen Paarungsdrang der Männchen, ist eine dauerhafte Haltung bei den Weibchen nicht zu empfehlen. Hier sollte das Männchen nur zeitweise, für 2-3 mal im Jahr zu den Weibchen gesetzt werden.