Der australische Samtgecko

Oedura monilis
Oedura monilis

Deutscher Name: Australischer Samt- oder Fettschwanzgecko

Wissenschaftlicher Name: Oedura monilis

Familie: Geckos (Gekkonidae)

Unterfamilie: Doppelfingergeckos (Diplodactylinae)

Unterarten: Keine

Schutzstatus: Keiner 

Herkunft: Nördliches Neusüdwales, Dubbo, östliches Zentral-Queensland, Innisfail

Lebensraum: Busch- und und Trockenwaldbewohner

Lebensweise: Baumbewohnend

Aktivitätdzeit: Dämmerungs- und Nachtaktiv

Größe: 16 - 18 cm, wobei 6 - 8 cm auf den Schwanz fallen. Weibchen bleiben kleiner.

Terrariengröße:  Für eine Gruppe von 1.2 sollte eine Größe von 50 x 50 x 90 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Samtgeckos sind soziale Tiere, weshalb man sie am besten in einer Gruppe von mindesten drei Tieren hält. Es sollte sich dabei nie mehr als ein Männchen in der Gruppe befinden, da sie untereinander sehr unverträglich sind. Als Bodengrund wählt man am besten ein ca. 5 cm hohes, Erde-, Sandgemisch. Versteckmöglichkeiten, in Form von Rindenstücken, hohlen Ästen, oder künstlichen Höhlen, sollten auf keinen Fall fehlen. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man entweder auf etwas künstliches oder auf trockenheitsliebende echte Pflanzen zurückgreifen. Die Luftfeuchtigkeit sollte von Januar - März bei 70 - 90% und von Juli - Oktober bei 30 - 50%. In den  Monaten dazwischen sollte sie bei 50 - 70 % liegen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 25 und 28 °C liegen, wobei es punktuell auch 32 °C betragen kann. Da die Tiere nachaktiv sind und somit kaum UV-B Bedarf haben, könnte man auf eine Bestrahlung verzichten. Ich selbst nutze allerdings Wärmelampen die eine UV-B Abstrahlung haben. Eine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden im Sommer, 8 - 10 Stunden im Frühling und Herbst und 6  Stunden im Winter haben sich bei mir bewährt. Eine Winterruhe von zwei Monaten wirkt stimulierend auf die Fortpflanzung der Tiere und simuliert den natürlichen Jahreszeitenrhytmus. Es sollten allerdings nur gesunde und gut genährte Tiere in die Winterruhe geschickt werden, da man in dieser Zeit fast vollständig auf die Fütterung verzichtet! Frisches Wasser darf in dieser Zeit aber keinesfalls fehlen!

Ernährung: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben. Als Leckerbissen können Mehlwürmer, Zophobas gegeben werden. Die Tiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, als sehr gut erwies sich dazu Korvimin - ZVT. Auch Calzium sollte bei der Bestäubung nicht fehlen, da die Tiere kein Pulver auflecken und gerade weibliche Tiere, in der Trächtigkeit, einen sehr hohen Calziumbedarf haben. Desweiteren kann man ab und zu Frubiase - Calzium geben. Dabei ist aber allerhöchste Vorsicht geboten, denn dieses flüssige Calzium kann man schnell ÜBERDOSIEREN was im schlimmsten Fall zum raschen Tod führt! Eine Dosierung von einem Tropfen auf 10 g Tier und einer Gabe von zwei bis dreimal die Woche reicht dabei völlig aus.

Fortpflanzung: Man sollte den Weibchen zur Eiablage eine Wetbox ins Terrarium stellen. Diese besteht aus einem Behälter, der die Größe einer 0,5 Liter Eispackung hat. Er sollte möglichst dunkel sein, um dem Weibchen das Gefühl zu geben das sie sich in einer Höhle befindet. Als Substrat empfiehlt sich entweder eine Mischung aus Sand und Humus, Sphagnummoos oder Vermiculit, welches immer etwas feucht gehalten werden sollte. Bei einer Temperatur von 26 - 30 °C schlüpfen die Jungen nach 50 - 95 Tagen. Die Aufzucht der Jungen gestaltet sich sehr einfach. Man sollte sie in den ersten zwei Monaten einzeln und auf Zewa - Papier halten. Die Temperatur sollte dabei etwas niedriger sein als bei den Alttieren. Wichtig ist, gerade bei den Jungtieren, das Calzium! Füttern tut man die Kleinen, nach ca. 4 - 5 Tagen, mit kleinen Heimchen.

Besonderes: Es ist bekannt das sich Oedura monilis und Oedura tryoni untereinander kreuzen, weshalb man verschiedene Oedura - Arten nicht vergesellschaften sollte. Es bestehen Ähnlichkeiten im Aussehen von Oedura monilis, coggeri und tryoni, weshalb es, für den Laien, zu Verwechslungen kommen kann.