Der Viperngecko

Teratolepis fasciata
Teratolepis fasciata

Deutscher Name: Viperngecko oder Rübenschwanzgecko

Wissenschaftlicher NameHemidactylus imbricatus (Teratolepis fasciata) 

Familie: Geckos (Gekkonidae)

Unterfamilie: (Gekkoninae)

Schutzstatus: Keiner 

Herkunft: Südliches Pakistan, Indus Delta

Lebensraum: Wüsten und Halbwüsten 

Lebensweise: Bodenbewohnend

Aktivitätszeit: Hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv

Größe: 10 - 11 cm, wobei 4 - 5 cm auf den Schwanz fallen. Männchen bleiben im Gegensatz zu den Weibchen, deutlich kleiner.

Terrariengröße: Für eine Gruppe von 1.2 sollten 50 x 40 x 30 cm nicht unterschritten werden.

Haltung: Viperngeckos sollten am Besten in kleinen Gruppen gehalten werden. Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht können auch mehr als ein Männchen im Terrarium gehalten werden. Wir pflegen Beispielsweise Gruppen von 2.5 und es klappt wunderbar. Als Bodengrund wählt man am besten eine ca. 5 cm hohe Schicht aus einem Sand-, Lehmgemisch. Versteckmöglichkeiten sollten in Form von Wurzeln, Korkröhren und Stücken, Steinen oder künstlichen Höhlen angeboten werden. Desweiteren sollten verschiedene Klettermöglichkeiten und eine strukturierte Rückwand angeboten werden, um den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern. Als Bepflanzung kann man entweder auf etwas künstliches oder auf trockenheitsliebenden echte Pflanzen zurückgreifen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40 - 60% liegen. Die durchschnittliche Temperatur sollte zwischen 25 und 30 °C liegen, wobei es punktuell auch 40 °C betragen kann. Da die Tiere nachaktiv sind und somit kaum UV-B Bedarf haben, könnte man auf eine Bestrahlung verzichten. Ich selbst nutze allerdings Wärmelampen die eine UV-B Abstrahlung haben. Eine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden im Sommer, 10 Stunden im Frühling und Herbst und 6 - 8 Stunden im Winter haben sich bei mir bewährt. Eine Winterruhe von zwei Monaten wirkt stimulierend auf die Fortpflanzung der Tiere und simuliert den natürlichen Jahreszeitenrhytmus. Es sollten allerdings nur gesunde und gut genährte Tiere in die Winterruhe geschickt werden, da man in dieser Zeit fast vollständig auf die Fütterung verzichtet! Frisches Wasser darf in dieser Zeit aber keinesfalls fehlen!

Ernährung:Heimchen,Grillen,junge Schaben,Drosophila. Als Leckerbissen können Mehlwürmer gegeben werden. Die Tiere sollten dabei regelmäßig mit Vitamin- und Mineralstoffpräperaten eingestäubt werden, als sehr gut erwies sich dazu Korvimin - ZVT. Eine Calziumquelle sollte ständig angeboten werden, da gerade weibliche Tiere, in der Trächtigkeit, einen sehr hohen Calziumbedarf haben. Am einfachsten kann man dies mit einer zusätzlichen Schale im Terrarium realisieren, die man mit zerstoßener Sepiaschale füllt. Desweiteren kann man ab und zu Frubiase - Calzium geben. Dabei ist aber allerhöchste Vorsicht geboten, denn dieses flüssige Calzium kann man schnell ÜBERDOSIEREN was im schlimmsten Fall zum raschen Tod führt! Eine Dosierung von einem Tropfen auf 10 g Tier und einer Gabe von zwei bis dreimal die Woche reicht dabei völlig aus.

Fortpflanzung: Man sollte den Weibchen zur Eiablage eine Wetbox ins Terrarium stellen. Diese besteht aus einem Behälter, der die Größe einer 0,5 Liter Eispackung hat. Er sollte bemalt werden, um sich in die Einrichtung des Terrariums einzufügen. An einer Seite sollte sich ein Loch befinden, was die Größe eines Tischtennisballs hat. Er sollte möglichst dunkel sein, um dem Weibchen das Gefühl zu geben das sie sich in einer Höhle befindet. Als Substrat empfiehlt sich entweder eine Mischung aus Sand und Humus, Sphagnummoos oder Vermiculit, welches immer etwas feucht gehalten werden sollte. Durschnittlich 30 Tage nach der Paarung legt das Weibchen zwei Eier. Diese sollten nach ca. einer Stunde dem Terrarium entnommen und einem Inkubator zugeführt werden. Bei einer Temperatur von 26 - 31 °C schlüpfen die Jungen nach 50 - 75 Tagen. Die Aufzucht der Jungen gestaltet sich sehr einfach. Man sollte sie in den ersten zwei Monaten einzeln und auf Zewa - Papier halten. Die Temperatur sollte dabei etwas niedriger sein als bei den Alttieren. Wichtig ist, gerade bei den Jungtieren, das Calzium! Füttern tut man die Kleinen, nach ca. 4 - 5 Tagen, mit Microheimchen oder Drosophila.

Besonderes: Den Namen Viperngeckos verdanken die Tiere ihren Zischlauten, ähnlich denen einer Schlange, die sie bei Gefahr hören lassen.